Magaravank – Verlassenes, armenisches Kloster

Magaravank, oder auch Sourp Magar (Magaravank=Das Kloster des Magar, Sourp Magar=Heiliger Magar) ist ein Kloster, dass in der Pentadhaktylos Region, in einem Waldtal, im Norden Zypern’s liegt.

Das Kloster wurde im frühen 11. Jahrhundert von der Koptisch- orthodoxen Kirche gegründet. Im Jahre 1425 wurde es dann an die Armenier in Zypern abgegeben. Einer dieser Gründe war der Fall des Kilikischen Königreiches im Jahre 1375. Die Krone wurde ins Lusingnan Königreich auf Zypern weitergegeben. Daraufhin immigrierten immer mehr Armenier nach Zypern. Zeitgleich mit der Einwanderung der Türken in Anatolien, die dort ebenfalls mächtige Königreiche im 4. und 5. Jahrundert bildeten. Die Abgabe des Klosters hängt wahrscheinlich mit diesen Ereignissen zusammen, da in dieser Zeit die Anzahl der in Zypern lebenden Armeniern schnell anstieg. Fortan war das Magaravank nicht nur ein Kloster, sondern bot Unterkunft für Pilger, Waisenkinder und besaß unter anderem eine Schule. Das Kloster wurde auch gerne von der Armenischen Bevölkerung aus Nicosia, der Hauptstadt Zyperns, als Rückzugsort im Sommer genutzt. Außerdem besaß das Kloster Sammlungen von heiligen Schriften und  Reliquien. Diese wurden aber im Jahre 1947 dem Heiligen Katholikat (Bischofssitz) von Kilikien übergeben. 1947 war auch das Jahr der Invasion der Türken auf Zypern. Der Norden Zyperns, wo auch das Kloster seinen Standort hat, wurde besetzt und es entstand die Türkische Republick Nordzypern. Dies ist der Grund, warum das Kloster nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte und es zu Ruinen zerfiel.Nichtsdestotrotz hielten die Armenier an dem Kloster fest. Dank der Bemühungen von Vartkes Mahdessian (ein Abgeordneter im Parlament) konnten seitdem drei Pilgerfahrten zum Kloster unternommen werden. Die letzte fand am 9. Mai 2010 statt. Inzwischen wurde das Kloster von der dort Türkischen regierung gesperrt, nachdem Gerüchte kusierten, das Kloster solle renoviert werden und für Pilger und Touristen zugänglich gemacht werden.

2018-01-24T00:33:30+00:00 11. April 2011|Kategorien: Artikel der Woche, Kirche|